Pfarrkirche St. Georgen ob Murau zum hl. Georg

Ursprünglicher romanischer Bau etwa um 1178, damals einschiffig und flach gedeckt. Erst in der späteren Gotik wurde die Kirche durch einen Umbau gotisiert, dreischiffig gemacht und eingewölbt.
Restaurierung der Pfarrkirche in den Jahren 1979 und 1987/88
Im Zuge der letzten Renovierung wurden gleichzeitig vom Bundesdenkmalamt Grabungen durchgeführt, bei der neue Erkenntnisse über die Baugeschichte von St. Georgen gewonnen wurden. Man stieß dabei auf die Fundamente einer romanischen Basilika, deren Existenz zwar zuvor bereits bekannt war, über deren Aussehen und Lage man aber kaum Bescheid wusste. Im Bereich des Presbyteriums fanden sich Grundmauern eines quadratischen Chores aus dem späten 12. Jh. Ebenso fand man hier unter den barocken Steinplatten den romanischen Mörtelboden. Hinter dem linken Seitenaltar kam eine romanische Baufuge zum Vorschein, die in das innere Schiff reichte. Daran schlossen sich der romanische Südturm und das schmale romanische Langhaus, das mit dem heutigen Kirchenschiff nicht identisch ist, an.

Das heutige gotische Erscheinungsbild der Kirche stammt aus dem ausgehenden 15. Jh. Im Jahre 1477 wurde mit deren „Renovierung“ begonnen, wobei die spätgotische, dreischiffige Hallenkirche mit eingezogenem Langchor und massivem gotischem Turm in der südlichen Ecke zwischen Chor und Langhaus errichtet und 1501 fertiggestellt wurde.

Filialkirche zum Hl. Laurentius

Inmitten der Ortschaft steht die kleine Filialkirche zum hl. Laurentius. An den schlichten romanischen Bau wurde 1765 der Chor mit dreiseitigem Abschluss angefügt. Der geschlossene Baukörper wird von einem hölzernen Dachreiter über dem Satteldach überhöht. Im Langhaus hat sich eine um 1500 entstandene Flachdecke mit gotischen Schablonen- malereien erhalten, die an der Empore weitergeführt werden. Der barocke Hochaltar mit der gotischen Figur des hl. Laurentius ist ein Beispiel für eine harmonische Verschmelzung der beiden Stilepochen Gotik und Barock.

Besondere Beachtung verdient die 1595 entstandene Betbank mit zweifarbiger Rosettenornamentik.
Als einer der ältesten Beichtstühle des Alpenraumes hat sich hier ein Beichtsessel erhalten, der an der Lehne die Datierung „16 IHS 07“ aufweist, ausgeführt als einfache Tischlerarbeit mit Brandmalerei und Inschrift.

Cäcilienkirche in Bodendorf

Einsam oberhalb der Mur liegt dieser einfache, etwas gedrungene Kirchenbau.
Er besteht aus einem rechteckigen Langhaus mit Satteldach und Dachreiter sowie einem ostseitig angefügten Chor.
Das Langhaus wird von einer flachen Holzbalkendecke mit reicher, um 1500 entstandener Schablonenmalerei abgeschlossen, die auch an der Westempore auftritt. Die nordseitig vorgezogene Emporenbrüstung ist mit zehn Darstellungen aus dem Leben der hl. Cäcilia versehen.

Bemerkenswert ist die reiche Freskenausstattung: im Chor sind u.a. die hl. Katharina, Barbara, Margaretha, die Anbetung der Könige aus dem 14. Jh. sowie Szenen der Cäcilienlegende und der hl. Kümmernis aus dem 15. Jh. erhalten. An der westlichen Fronbogenwand sind die hl. Leonhard, Wolfgang, Bernhard von Siena, die Marter der Zehntausend sowie Szenen der Margarethenlegende dargestellt. Die einfache, 1585 entstandene Kanzel weist reformatorische Inschriften an Korb und Schalldeckel auf.

An der hölzernen Tür befindet sich ein Hufeisen, das der Sage nach Margarethe Maultasch – erzürnt über das Lockerwerden eines Hufeisens an ihrem Reittier – an die Tür gschleudert haben soll.

Schlüssel erhältlich im ältesten Gasthof der Steiermark, GH Winter in Bodendorf. Tel.: 03537 / 230

Pfarrkirche St. Ruprecht

Die Pfarrkirche im Ortsteil St. Ruprecht ist das geistliche Zentrum der Gemeinde.

In früheren Zeiten betrug die Entfernung der Gläubigen zur Pfarrkirche bis zu zwei Stunden Fußmarsch.

Die Entstehung der Kirche (als Kapelle) reicht vermutlich in das 13. Jahrhundert zurück.

1500 wurde dann die Kapelle in die jetzt bestehende Kirche umgestaltet .